Lilly Hönig ist 17 und seit der fünften Klasse Schülerin an unserem Gymnasium. Jetzt geht sie in die zwölfte Klasse und steht kurz vor dem Abitur. Trotzdem konnte sie etwas Zeit erübrigen, um mit uns ein Interview zu führen.
Lilly ist uns wegen ihrer Kunst aufgefallen. Sie malt und zeichnet seit ihrer Kindheit. Sie fing 2018 an, immer öfter zu malen und zeichnen, wodurch sich ihre Fähigkeiten immer weiter ausbauten. Auch wenn sie ihren damaligen Werken heute sehr kritisch gegenübertritt, war eines ihrer Werke schon damals Herrn Garnatz aufgefallen.
Im Interview haben wir sie zur Kunst befragt. Besagte Kunstwerke könnt ihr in dieser Online-Galerie bestaunen – einfach aufs Bild klicken:
Unser Interview mit Lilly
Warum gerade bildende Kunst und nicht Musik oder Theater?
Lilly: Meine Mutti hat das früher auch mal gemacht hat, findet aber heute leider keine Zeit mehr dafür, deswegen habe ich auch nie so wirklich ein Instrument gelernt. In der 5. Klasse habe ich in der AG von Herrn Schitke Cajon gespielt, aber da bin ich nicht dahintergeblieben. Für Theater und Schauspiel hat es nie eine wirkliche Chance gegeben, ich hätte auch nichts dagegen gehabt, Schauspielerin zu werden.
Malen und Zeichnen sind ja deine Hobbys. Hast du vor, das auch beruflich zu machen? An eine Akademie zu gehen?
Lilly: Nein. Ich finde die Hochschule für bildende Künste in Dresden ist zwar schön, aber ich habe vor, Medizin zu studieren, also in eine ganz andere Richtung zu gehen.
Was genau machst du? Welche Techniken nutzt du für deine B9lder?
Lilly: Ich mag generell nichts Expressionistisches und ich finde diese Bilder auch nicht ansprechend. Mir gefällt Realismus, aber nicht ganz fotorealistisch. Ein bisschen abstrakt kann es dann schon sein. Ich habe eine Zeit lang nur mit Bleistift gemalt, dann eine Zeit lang nur mit Buntstiften, zwischendurch gab es auch eine kleine Fineliner-Phase und dann habe ich die Farbe wiederentdeckt.
Eigentlich war das immer nicht so meins, aber dann habe ich mit Acrylfarben und Aquarellfarben gemalt. Jetzt sind Acrylfarben das, was ich am liebsten benutze. Ich habe nur einmal auf Leinwand gemalt, in der Schule. Leinwände mag ich aber einfach nicht, weil ich gerne Farbe spare und irgendwie braucht man für die Leinwand so viel Farbe. Ich habe auch lieber einen festen Untergrund, auf dem ich meine Hand auflegen kann. Mir ist Papier lieber.
Ich mag es gerne, in der Kunst das zu tun, von dem andere sagen, dass es verboten wäre.
Lilly Hönig

Ich hatte auch immer Angst vor A3, weil es so groß ist. Ich finde es immer anstrengend, weil man immer mehrere Tage daran arbeiten muss und mit einem Mal immer nur so einen kleinen Teil malt. Mir ist es lieber, wenn ich ein Bild mit einem Mal fertig habe.
Dann musste ich aber im Kunstunterricht auf eine Leinwand – 60 x 80 cm – malen und das ging auch. Seitdem finde ich größere Formate nicht mehr so schlimm. Wenn man sich einmal überwunden hat, dann kann man auch größere Bilder malen. Ölfarben habe ich noch nie ausprobiert, weil wir hier kein Lösungsmittel haben. Vielleicht später mal.
Hängen schon Bilder von dir im Schulhaus?
Lilly: Das ist eine gute Frage. Das Bild auf der Leinwand ist noch hier, aber ich weiß nicht wo. Das ist ein Stillleben mit Gefäßen. Man wollte es mal aufhängen lassen, aber ich glaube, das ist noch nicht passiert.
Wer sind deine künstlerischen Vorbilder? Woher bekommst du deine Ideen?
Lilly: Ich habe eigentlich keine richtigen Vorbilder. Die meisten meiner Ideen sind tatsächlich von Pinterest, also von ganz verschiedenen Künstlern.
Hast du Tipps für angehende Maler:innen? Was ist dein persönlicher „Art Life Hack“?
Lilly: Pinterest. Und ausprobieren, egal wie hässlich es wird. Außerdem dran bleiben, also nicht aufgeben. Wenn es mal nicht so schön wird, dann kann man es vielleicht noch retten.
Das Interview haben wir am 09. März 2023 geführt.