Das Skilager- beim Hören des Begriffes denkt man erstmal ans Ski fahren und das eine Woche lang, jeden Tag. Bei uns aber, ist das etwas anders, denn es gibt auch die Möglichkeit wandern zu gehen und die vielfältige Umgebung ein bisschen anders kennenzulernen.
Nun gut, ich werde jetzt mal ein bisschen berichten, was wir die ganze Woche so erlebt haben.
Montag, 19.01.
Am ersten Tag ging es für die Wandergruppe direkt 9:30 Uhr mit einer Wanderung durch eine Winterlandschaft los. Dabei durfte das Ausrutschen durch die Glätte natürlich nicht fehlen. Nach ungefähr 3 Stunden haben wir endlich unser Ziel, den Ferchensee, erreicht und probierten zum ersten Mal eine super große Portion Kaiserschmarrn! Anschließend ging es für uns wieder zurück zur Jugendherberge mit der Vorfreude endlich duschen gehen zu können:)
Im Gegensatz zur Wandergruppe startete der Bus nach Garmisch-Partenkirchen etwas früher um 9:00 Uhr und lieferte die Skifahrenden direkt an der Talstation ab. Während einige Schülerinnen und Schüler schon fast bereit fürs Skifahren waren, hat sich der andere Teil – die, die keine Ausrüstung dabei hatten, die nötige Ausrüstung ausgeliehen. Ganz wichtig war, dass man sich zunächst aufwärmte, um das Risiko für Verletzungen wenigstens ein bisschen zu senken. Zum ersten Tag habe ich mir von einer Schülerin ein Feedback geben lassen. Ihrer Meinung nach, war der Tag entspannt und anstrengend zugleich, denn jeder musste sich erstmal wieder an das Skifahren gewöhnen, weshalb es auch etwas dauerte, bis dann endlich mehrere Pisten gefahren werden durften.
Dienstag, 20.01.
Am Dienstag starteten die Skifahrenden wieder mit der Talstation in einen weiteren Tag auf der Piste. Nach einer kurzen Erwärmung ging es endlich los und bis zum Mittag wurden mehrere Pisten gefahren, schließlich wurde auch noch ein wenig an der Technik gearbeitet. Anschließend haben alle Gruppen mit einer kleinen Stärkung neue Energie für den restlichen Tag gesammelt, bis 15 Uhr dann der Treff an der Skischule anstand.
Die Wandergruppe startete in dieser Zeit nach Krün, eine Gemeinde, die zwischen dem Karwendel- und Wettersteingebirge liegt und besonders bekannt für seine wunderschöne Naturkulisse ist. Wir verliefen uns zwar kurz, aber fanden zum Glück schnell wieder zusammen und nutzten die Gelegenheit für eine entspannte Pause in einem wirklich sehr schönen Café. Danach traten wir auch wieder unseren Weg zurück ein und verbrachen den Abend gemeinsam mit ein paar Runden „Werwolf“, bevor wir schließlich müde ins Bett fielen.
Mittwoch, 21.01.
Der dritte Tag führte die Gruppe der Fortgeschrittenen und Profis und die Wandergruppe zur Zugspitze. Gemeinsam ging es für die die Skifahrerinnen und Skifahrer mit der Gondel hinauf und anschließend wurden die blauen und roten Pisten genutzt. Obwohl es grundsätzlich auch schwarze Pisten gibt, sind auf der Zugspitze ausschließlich blaue und rote Pisten vorhanden, abgesehen davon kamen auch nur diese für uns in Frage.
Für die Wandergruppe begann nun die Umrundung um den Eibsee, hier war das Ausrutschen kaum zu vermeiden. Nach einer Tour von 8 Kilometern ging es anschließend zur Partnachklamm nach Garmisch-Partenkirchen. Der schmale Weg führte uns an steilen Felswänden und kleinen rauschenden Wasserfällen vorbei. Am Abend kamen alle wieder zusammen. Da jeder am letzten Abend einen kulturellen Beitrag leisten musste, hat sich unsere Klasse dazu entschieden, diesen an diesem Abend nochmal zu üben.
Donnerstag, 22.01.
Am Donnerstag wurde der letzte Tag noch einmal in vollen Zügen genutzt. Während die Skifahrenden erneut auf den Pisten unterwegs waren, unternahm die Wandergruppe an diesem Tag eine etwas kürzere Strecke als die Tage zuvor und legte insgesamt etwa 12 Kilometer zurück. Anschließend ging es mit der Gondel hoch auf den Karwendel, wo wir bei bestem Wetter eine beeindruckende Aussicht genießen konnten. Besonders war, dass wir dabei sogar kurz österreichisches Gebiet betraten. Zum krönenden Abschluss fanden wir uns am Abend alle im Essensraum ein und jede Klasse leistete einen kleinen Beitrag zum abendlichen Programm. Anders als an den anderen Tagen, wurde an diesem Tag eine kleine Ausnahme bezüglich der Bettruhe gemacht, denn wir nutzten diesen Abend noch, um gemeinsam zu singen.
Schlussendlich war das Skilager eine sehr erlebnisreiche Woche, welche alle Klassen noch einmal mehr zusammengebracht hat. Die Woche wird mir persönlich definitiv lange in Erinnerung bleiben.
